Es leben die Pflegeheime

Heute hatte ich ein schönes Erlebnis im Dienst. Wir haben eine Dame aus dem Krankenhaus abgeholt die sich sehr gefreut hat endlich wieder nach Hause gefahren zu werden. “Zuhause ist es doch am schönsten!” sagte sie zu uns. Tatsächlich fuhren wir in ein nahegelegenes Pflegeheim. Zunächst hieß es sie käme zur Kurzzeitpflege dorthin, allerdings stand im Entlassungsbrief das der Sohn sich um einen Heimplatz bemühe. Schon war das Erlebnis gar nicht mehr so schön. Während ich diese Zeilen las sagte die Patientin “Zuhause freuen sich alle auf mich. Ich kann mich ja zum Glück noch komplett selbst versorgen.” Allerdings war klar, dass dies nicht stimmen konnte.
Im Pflegeheim hing noch ein Kalender mit christlichen Sprüchen. Einen habe ich für euch fotografiert: Jesus-Spricht

Nach dem Dienst ist vor dem Dienst

Also ich muss sagen, dafür dass es so heiß gewesen ist, habe ich wenig zu tun gehabt. 2 RTW Nächte und es war kaum was los! (Alles vor 24 Uhr)

Nur in der letzten Nacht, Nef Dienst und morgens um 4 nervt der Melder. Hmm, na ja so ist es dann halt dachte ich bei mir. Und meine Kollegen konnten auch noch liegen bleiben, so ein Mist. Aber was solls. Adresse gelesen- scheiße kenne ich- und ab die Post. Zum Glück nen fähigen Arzt mitgehabt. Aber auch das half nicht. Patient gestorben, komme gerade von der Beerdigung.

Manchmal würde man lieber woanders arbeiten……

Und morgen geht es wieder los. Neue Runde neues Glück………..

Also bis die Tage! Gruß an alle Retter

Nachdienst :-(

Hallo Leute,

na ja, wenn ich das hier so lese graut mir noch mehr vor meinem Nachtdienst heute! (Der 1. von 4!!)

Heiß und schwül ist es immer noch und wenn das so weiter geht sehr anstrengend. (4 Tote in der letzten Woche, dabei drei unter 16)

Aber schauen wir mal.

Wie heißt noch der Spruch in unserem Altenheim:

“In der ruhe liegt die Kraft”

Also, drückt mir die Daumen

Gruß Lars

Diese schwülen Nächte

Ohm man. Schon zu Dienstbeginn ist es ein Graus die Dienstkleidung anzuziehen. Allein hiervon schwitzt man so stark das man der Exsikkose nah ist.
Mein Kollege ist ein alter Haudegen was den Rettungsdienst angeht und er fällt zu Dienstbeginn direkt in den Sessel. Ich checke noch schnell den Wagen und allein das ist schon zu viel bei diesem klima.
Nach dem Essen schalten wir beide auf Stand-By.
Wir dösen so vor uns hin, als der schrille Alarmton unseres Piepers, auf die Notlage eines Bürgers aufmerksam macht.
Menschenleben in Gefahr ist unser erster Gedanke und wie einSpinalreflex bewegen wir uns träge, aber zielstrebig zum RTW.
Anfahrt zum Einsatzort mit Sonderrechten. Es war nicht eine der in diesen Tagen so häufigen Kreislaufstörungen, nein unser Patient sei nur bedingt ansprechbar hiess es. Das NEF der Nachbarwache ist mitalarmiert.
Über Funk erfahren wir bereits von den Kollegen “Die Patientin ist nicht ganz dicht”. Wir treffen deutlich vor dem Notarzt ein und müssen feststellen das die Kollegen auf Funk recht hatten. Unsere Patientin hat eine ausgeprägte Simulation.
Die Einsätze in dieser Nacht werden nicht anspruchsvoller. Kein Wunder das wir dabei nicht richtig wach werden, konnten wir doch alles mit der intellektuellen Leistung unseres Spinalkanals abarbeiten. Notfallmedizinisches Wissen war nicht gefragt.
Ein Typischer Nachtdienst in diesem Sommer.
Am Wochenende habe ich frei, gut so.

WM-Reanimation

Das kann ja heiter werden.

Nach Angaben des Magazin (Neon) haben Schweizer Ärzte die Einsatzzahlen der Rettungsdienste während der WM 1998 unter die Lupe genommen: Die Notärzte rückten doppelt bis dreimal so oft zu einem Herzstillstand aus wie vor und nach der WM.

Berichtet der Erste-Hilfe Anbieter medual.

Wenn dem so ist dürfte auf den regulären Rettungsdienst, aber auch auf den Sanitäts- und Rettungsdienst in den Stadien und den Public View Points der Eine oder Andere AED Einsatz zukommen.

Oder um es mit dem alten Sat1 Slogan zu sagen “Ich drück Dich!”